Trier, Dreiste Betrüger erbeuten 1.000 Euro
Ein weiterer Fall der dreisten Betrugsmasche wurde gestern in Trier bekannt. Die Täter verunsicherten eine Frau am Telefon derart, dass sie 1.000 Euro an einen Unbekannten übergab. Die Polizei warnt erneut vor der raffinierten Masche, die gezielt bei russischstämmige Personen angewendet wird.
Ein angeblicher Polizist meldete sich am Montag, 4. Januar, in russischer Sprache per Telefon bei einer 56-jährigen Frau im Stadtteil Trier-Mariahof. Ihr Sohn habe einen Unfall verursacht. Dafür käme er für drei Jahre ins Gefängnis, es sei denn, man bezahle 10.000 Euro. Die verängstiget Mutter ließ sich in eine Gespräch verwickeln und gab dabei Preis, dass sie zwar diese hohe Summe nicht im Haus habe, wohl aber über 1.000 Euro verfüge.
20 Minuten später erschien der angebliche Bruder des angeblichen Unfallopfers und nahm das Geld in Empfang, während die 56-Jährige wiederum von dem Polizisten angerufen wurde. Unmittelbar nach der Geldübergabe verschwand der Täter.
Er ist 20 bis 25 Jahre alt, ca. 170 cm groß und sehr schlank. Er hat dunkles Haare und trug eine schwarze kurze Lederjacke. Der Mann unterhielt sich in russischer Sprache.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser neuen Betrugsvariante, die dem Enkeltrick ähnelt.
Weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei, Telefon 0651/9779-2290, in Verbindung zu setzen.
Kriminaldirektion Trier
Kürenzer Straße 3
54292 Trier
Telefon: 0651/9779-0


