Die Formation rekrutierte sich aus ehemaligen Militärmusikern, die in den Polizeidienst aufgenommen wurden, und aktiven Polizeibeamten mit instrumentaler Vorbildung.
Zunächst beschränkte sich das Aufgabenfeld auf die musikalische Umrahmung von Feierlichkeiten
innerhalb der Landesregierung und des polizeilichen Umfelds.
Durch die zusätzliche Einstellung von qualifizierten Instrumentalisten entwickelte sich ein beachtlicher Klangkörper, der zum geradezu idealen Bindeglied zwischen Bürger und Polizei wurde. Das Spektrum der Aufgaben weitete sich ebenso wie der Radius der Auftrittsorte in ganz
Rheinland-Pfalz und auch darüber hinaus.
Durchaus nahe liegend ergab sich sehr rasch die Verbindung zur Mainzer Fastnacht. Die Verpflichtung durch den Mainzer Carneval-Club (MCC) erfolgte prompt, was der hervorragenden rheinland-pfälzischen Bläserformation zu bundesweiter Bekanntheit verhalf: Denn bereits in den Anfängen der Fernsehübertragungen von Mainz, wie singt und lacht seinerzeit ein wahrer Straßenfeger - war das Polizei-Musikkorps Rheinland-Pfalz als musikalischer Begleiter präsent.
Und die Verbindung zur Meenzer Fasenacht ist bis zum heutigen Tage unvermindert lebendig.
Im Jahre 1965 übergab Stabsmusikmeister a.D. Konrad Weitzel den Taktstock an Obermusikmeister a.D. Erich Mitrach. Er setzte die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fort und betrieb zielstrebig die musikalische Verfeinerung des Orchesters. Während seiner Stabführung wurden die ersten Großkonzerte mit der Bundeswehr und den US-Streitkräften in der Mainzer Rheingold-Halle veranstaltet beliebte Anziehungspunkte für Jung und Alt.
Am 1. Januar 1972 wechselte der Stab erneut, diesmal in die Hand von Polizeihauptkommissar Herbert Ziegler. Hatte man in der Vergangenheit die Konzertreisen ins Ausland fast ausschließlich auf Frankreich beschränkt, so gab es unter seiner Leitung eindrucksvolle Auftritte in Österreich, Holland und dem damaligen Jugoslawien.
Eine neue Ära begann am 1. April 1986 mit der Berufung von Hans-Georg Conrad ans Pult des Polizei-Musikkorps. Neben den zahlreichen Konzertauftritten aktivierte er wertvolle Kontakte zu Rundfunk- und Fernsehanstalten das propere Orchester wurde zunehmend zur Mitwirkung in Funk und Fernsehen angefragt. Auftritte beim ZDF-Sonntagskonzert, in beliebten Sendungen wie Die goldene Stimmgabel oder Melodien für Millionen und eben im Rahmen des Fastnachtsklassiker Mainz, wie singt und lacht machten die Mainzer Bläserformation weit über die Landesgrenzen hinaus bestens bekannt.
Mehrere Langspielplatten bereicherten den Markt, eine CD wurde im Jahre 1999 produziert. Die Vorstellung dieser CD war gleichzeitig willkommener Anlass die längst überfällige Umbenennung
vom militärisch anmutenden Musikkorps zum Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz vorzunehmen eine Veränderung, die der mittlerweile zusehends gewachsenen Repertoire-Breite Rechnung trägt. Reicht doch inzwischen das Spektrum von sinfonischer Bläsermusik über Oper, Operette, Musical, Filmmusik bis hin zu Big-Band-Arrangements moderner Prägung. Verschiedene kleinere Ensembles wie Holz-Blechbläser-Quintett, Brass-Band und Big-Band unterstreichen die
vielseitigen Möglichkeiten des Orchesters.
Im Oktober 1993 wurde das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz durch die Präsidentin der
Internationalen Robert Stolz-Gesellschaft, Frau Einzi Stolz, mit der Ehrenurkunde für die Pflege und Förderung des kompositorischen Werks ihres verstorbenen Mannes ausgezeichnet
Außer Gastspielen in vielen Bundesländern der BRD führten Tourneen das Orchester neben den bereits genannten Ländern Frankreich, Österreich, Holland, Jugoslawien auch nach Luxemburg, England und Ungarn. Als besondere Auszeichnung wertete man die Einladung zu einer Konzert-reise nach Kiew/Ukraine, wo mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz erstmals ein deutsches Ensemble dieser Art gastierte.
Seit Jahrzehnten also geübt im Umgang mit dem guten Ton ist das Landespolizeiorchester
Rheinland-Pfalz unter der Leitung von EPHK Hans-Georg Conrad weiterhin bemüht, die Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und ihrer Polizei zu fördern.
| Autor | Landespolizeiorchester | |
| Herausgeber | Bereitschaftspolizei | |
| Aktualisierungsdatum | 09.05.2008 (fjd) |


