Bild: Wappen der Polizei Rheinland-Pfalz - Link zur StartseiteSchriftzug: Polizei Rheinland-Pfalz - Link zur Startseite
Schriftzug: Polizei Rheinland-Pfalz
Startseite | Kontakt | Impressum | Übersicht | Login | rlp.de 
Dienststellensuche  |     
RSS 2.0-Logo 
Ministerium des Innern,
für Sport und Infrastruktur
 
 

Geschichte der Wasserschutzpolizei

Dienstboot "WSP 3" von 1954

Geschichtliche Entwicklung (1950 - heute)


Mit Erlaß des Ministeriums für Inneres und Wirtschaft vom 03. November 1950 wurde die bis dahin bestehende "Strompolizei" umgestaltet. In Angleichung an die übrigen Länder der Bundesrepublik wurde die Bezeichnung "Wasserschutzpolizei" eingeführt.

Mit der Bildung des "Kommando der Wasserschutzpolizei" mit Sitz in Mainz wurden die bisher selbständigen Strompolizei-Abschnitte einer zentralen Leitung unterstellt und aus dem Unterstellungsverhältnis zu den Bezirksregierungen herausgelöst. Die Dienstaufsicht über das Kommando der Wasserschutzpolizei (WSP) in Mainz wurde vom Ministerium für Inneres und Wirtschaft unmittelbar übernommen.

An die Stelle der bisherigen drei Strompolizei-Abschnitte traten zwei WSP-Abschnitte ("Oberrhein" in Speyer und "Mittelrhein" in Koblenz).

Daraus ergab sich ab November 1950 folgende Organisationsgliederung: Kommando der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz, Mainz, mit den WSP-Abschnitten "Oberrhein" in Speyer und "Mittelrhein" in Koblenz.

Die WSP-Abschnittsbezeichnungen "Oberrhein" und "Mittelrhein" wurden "aus wirtschaftspolitischen und geographischen Gründen" am 23. Januar 1951 durch "Süd" und "Nord" ersetzt.

Die Organisation war an den Schiffahrtsverhältnissen orientiert. Die Struktur der Schiffahrt sah zu dieser Zeit wesentlich anders aus als heute. Es verkehrten überwiegend Schleppzüge, bestehend aus Motor- oder Dampfschleppbooten mit Schleppkähnen im Anhang.

Der Verkehr beschränkte sich auf die Tageszeit bzw. auf die Zeit klarer Sichtverhältnisse. In der Schiffahrt änderten sich etwa seit 1957 fortlaufend die Strukturverhältnisse durch Einführung des Radars, des Sprechfunks, der Umstellung auf andere Transportgüter (Mineralölprodukte, Chemieprodukte), des rationelleren Personaleinsatzes und technisch verbesserter Transportmittel (Motorschiffe, Schubschiffe). Die Verkehrsentwicklung am Mittel- und Oberrhein machte die Einrichtung weiterer Dienststellen erforderlich.

Wegen des Ausbaus der Mosel zu einer staugeregelten Schiffahrtsstraße (1957-1964) und des zunehmenden Verkehrs auf der Lahn übernahm Rheinland-Pfalz am
01. Juli 1958 die schiffahrtspolizeilichen Vollzugsaufgaben auf diesen beiden Bundeswasserstraßen, jeweils von der Landesgrenze bis zur Mündung in den Rhein.

In der Folge wurden 3 Moselstationen (Trier, Bernkastel und Cochem) eingerichtet und am 01. Juni 1965 zu einem Unterabschnitt "Mosel" zusammengefaßt.

Mit Inkrafttreten des geänderten Polizeiverwaltungsgesetzes wurde die nicht mehr zeitgemäße Bezeichnung "Kommando der Wasserschutzpolizei" abgelegt und mit Wirkung vom 01. August 1973 durch "Wasserschutzpolizeiamt Rheinland-Pfalz" ersetzt. Die WSP-Abschnitte wurden in WSP-Inspektionen umbenannt.

Eine im Jahr 1986 durchgeführte Organisationsänderung hatte zum Ergebnis, daß auf die Mittelinstanz (WSP-Inspektionen) verzichtet und kleinere Tagesdienststellen zugunsten der Schichtdienst verrichtenden Stationen aufgelöst wurden.

Durch die Zuweisung weiterer 25 Planstellen im Jahr 1992 auf insgesamt 225 Beamte konnte letztlich das landesweite Konzept zur Einführung des 5-Schichtendienstes auch bei der Wasserschutzpolizei durchgesetzt werden.

Die Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz ist heute nur noch in zwei Ebenen (Amtsleitung und Stationen) organisiert. Sie entspricht damit den Forderungen nach einer "schlanken" Verwaltung.


Kurzer geschichtlicher Abriss der Entwicklung von verschiedenen Bootstypen bei der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz:

Streifenboot, Typ  Mosel, der Wasserschutzpolizei, "WSP 2"

"WSP 19", neues Streckenboot der WSP, vor St. Goar

Bild, oben links:  "WSP 3" vor St. Goar; Baujahr 1954

Bild, unten links:  "WSP 2"; Baujahr 1979; Streifenboot, welches aufgrund seiner kompakten Abmessungen die Bootsschleusen auf der Mosel benutzen kann 

Bild, unten rechts:  "WSP 19"; Baujahr 2002; neueste bootstechnische Entwicklung; Einsatzgebiet Mittelrhein



Autor Achim Bartholome / WSPA Mainz
Aktualisierungsdatum 29.12.04/mig


Zum Seitenanfang