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Polizeipräsidium Koblenz

01.08.2008, 13:00 - Polizeidirektion Montabaur

Polizei Diez, Pressebeitrag zum Thema Datenschutz im Internet

 
 

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POLIZEIINSPEKTION DIEZ – Telefon 06432/601-0 – E-Mail: pidiez@polizei.rlp.de

Lt. den Zahlen des Stat. Bundesamts von 2007 sind rund 73% aller privaten Haushalte mit einem PC ausgestattet, rund 65% aller Haushalte haben einen Internetanschluss, davon ca. 71% einen Breitbandanschluss.

Unser Alltag wird zunehmend auch durch das Internet bestimmt. Es dient der Information, der Kommunikation, der Unterhaltung, aber auch kommerziellen Zwecken und es ist in vielen Bereichen unverzichtbar geworden. Mit der Verbreitung und Kommerzialisierung des Internets steigen aber auch dessen Gefahren.

Über 15 Milliarden Euro haben deutsche Verbraucher im Jahr 2006 online für Waren und Dienstleistungen ausgegeben, so eine Studie der GfK-Gruppe. Im Internet auf Shoppingtour zu gehen – das ist für viele von uns heute schon selbstverständlich. Diese neuen Möglichkeiten sind zwar komfortabel und vielfältig, bergen aber eine ganze Reihe von Sicherheitsrisiken in sich.

So haben auch Abzocker und Betrüger die boomenden Online-Geschäfte bereits für ihre Zwecke entdeckt.

Der dringende Rat ihrer Polizei: Achten sie auf ihre persönlichen Daten!

Das beginnt bei dem Schutz ihrer Daten auf dem eigenen Rechner:

Halten sie ihr Betriebssystem und installierte Programme aktuell, setzen sie einen aktuellen Virenscanner, ein Antispyware-Programm und eine Firewall ein, um Datenspione von ihrem Rechner fern zu halten.

Sofern sie zu Hause ein WLAN (kabellose Funktechnik) zur Übertragung der Daten ins Internet benutzen, sichern sie dieses konsequent gegen Eindringlinge ab.

Ferner sollten sie persönliche Daten von sich (Name, Adresse, Telefonnummer, Mail-Adresse, Kontodaten, Zugangsdaten) im Internet nur preis geben, wenn sie wissen wofür diese Daten im aktuellen Fall benötigt werden.

In diesem Zusammenhang lassen sie auch Vorsicht walten bei unaufgefordert zugesandten Nachrichten und Mitteilungen (per eMail oder Telefon), bei denen sie gezielt zum Aufsuchen einer Internetseite angesprochen werden.

Wenn sie zu unachtsam sind haben sehr schnell eine „Abonnement“ für eine nicht gewollte „Leistung“ abgeschlossen oder ein „Angebot“ angenommen, dass sie gar nicht gewollt haben.

Oder sie werden (meist per Link in einer Email) auf eine Seite gelockt, die der Originalseite zwar täuschend ähnlich sieht, aber gefälscht wurde, um ihnen persönliche Daten zu entlocken, die nicht in fremde Hände gehören. Geben sie die Zieladresse besser von Hand ein.

Was beim "Vor-Ort-Kauf" kaum mehr zu besonderen Überlegungen Anlass gibt, ist beim Web-Kauf eine komplexere Angelegenheit: die Bezahlung.

Zwischenzeitlich sind alle herkömmlichen Zahlungsmethoden wie Überweisungen, Lastschriftabbuchungen, Zahlungen per Nachnahme, Kredit- oder EC-Karte auch im Internet weit verbreitet. Dabei sind Besonderheiten zu beachten: So sollten Sie unbedingt darauf achten, dass bei Eingabe von Zahlungsdaten der Online-Shop bzw. die Internetseite mit zeitgemäßen Verschlüsselungstechniken arbeitet.

Dazu zählt insbesondere das Verfahren SSL. Diese Technik gewährleistet mit Hilfe von kryptografischen Verfahren, dass Daten während der Übertragung nicht gelesen oder manipuliert werden. Außerdem kann man mit Hilfe von SSL erkennen, ob eine damit gesicherte Internetseite gefälscht ist. SSL wird von allen gängigen Browsern unterstützt. Ob SSL gerade zum Einsatz kommt, können Sie leicht dadurch erkennen, dass an das "http" in der Internetadresse plötzlich ein "s" angeschlossen wird. Oft erscheinen auch ein Sicherheitsschloss oder ein Schlüssel als Symbole in der Statusleiste des Browsers.

Eine solche "https"-Internetadresse wird von Ihrem Browser dann automatisch überprüft. Falls der Anbieter sich nicht mit einem gültigen Zertifikat als echter Besitzer der Adresse ausweisen kann, erhalten Sie eine Warnmeldung.

Achten sie besonders gut auf ihre Zugangsdaten und Passwörter zu Internetseiten bei allen Institutionen bei denen ihre persönlichen Daten bereits hinterlegt sind. Benutzen sie hierbei komplexe Passwörter, die nicht schnell erraten oder „geknackt“ werden können. Geben sie solche Daten nie an Dritte weiter.

Dazu gehören u.a. ihre Bankdaten im Online-Banking, die Zugangsdaten zu ihrem Provider, eMailkonto oder auch zu anderen Internetkundenkonten (ebay, Online-Shops, etc.), speziell für die sie regelmäßig zahlen oder bereits gezahlt haben.

Gelangen diese Daten in fremde Hände, sind dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet, vergleichbar dem Verlust des Wohnungs- oder Autoschlüssels mit einem Anhänger auf dem die zugehörige Adresse verzeichnet ist.

Bedenken und prüfen sie bitte auch genau welche persönlichen Daten sie von sich im Internet freiwillig veröffentlichen. Das Internet ist ein öffentlicher Raum, ihre auf persönlichen Web-Seiten, Plattformen und in sozialen Netzwerken eingetragenen Daten (dazu gehören auch ihre Bilder) sind nicht nur Freunden und Bekannten zugänglich, sondern auch Personen die sie gezielt auswerten, um sie zu missbrauchen.

Weitere Informationen zur Problematik erhalten sie auf den Internetseiten

der Polizei (www.polizeiberatung.de)

des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie – BSI (www.bsi-fuer-buerger.de)

sowie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (www.verbraucherzentrale-rlp.de).

Wir wollen, dass sie sicher leben. Ihre Polizei Diez.

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Polizeidirektion Montabaur
Kirchstraße 45
56410 Montabaur
Telefon: 02602/9226-0
 

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