
Wer eine längere Urlaubsreise mit dem Auto plant, sollte ein paar Regeln beherzigen, die ihm dabei helfen, sicher und ohne Stress am Urlaubsort anzukommen.
Dazu hat Ihre Polizei Rheinland-Pfalz eine Checkliste für Sie zusammengestellt.
Die Planung
Eine gute Planung erspart Ihnen viel unnötigen Stress, wenn's dann losgeht. Deshalb:
Planen Sie Ihre Reise mit einer aktuellen Straßenkarte.
- Nutzen Sie Informationen von Automobilclubs und den Verkehrsservice im Radio, um Staus zu vermeiden.
- Überlegen Sie sich schon vorher alternative Strecken.
- Vermeiden Sie ungünstige Zeitpunkte für die An- und Rückreise. Gerade wer am letzten Schultag der Kinder losfährt, wird mit einiger Sicherheit schon bald im Stau stecken. Das Bundesverkehrsministerium präsentiert auf seiner Homepage einen Ferienreisekalender, aus dem stauträchtige Reisezeiten ersichtlich sind.
- Nehmen Sie ausreichend Proviant und nichtalkoholische, durstlöschende Getränke mit - trotz einer guten Planung kann die Reise länger dauern, als Sie vorher denken.
- Informieren Sie sich über Baustelleninformations-system des Bundes und der Länder über baustellenbedingte Staus auf Autobahnen.
Der Urlaubs-Check für's Auto
Es kostet Sie viel Zeit, Nerven und Geld, wenn das Auto unterwegs schlapp macht. Dabei ist es so wenig Aufwand, Ihr Auto fit zu machen. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei:
- Funktioniert die Beleuchtung?
- Haben die Reifen noch genug Druck und Profil?
- Muss Öl, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser, oder Scheibenreinigungsflüssigkeit nachgefüllt werden?
- Sind die Scheiben sauber? Sind die Scheibenwischblätter noch in Ordnung?
Wie krieg' ich alles sicher unter ?
- Im Kofferraum gehören schwere Gepäckstücke ganz nach unten und die leichten oben drauf.
- In den Wagenfonds gehören keine Gepäckstücke, die sich bei einer Vollbremsung zu gefährlichen Geschossen entwickeln könnten. Wenn überhaupt, dann sollten sie gut fixiert werden - wenn möglich, auch im Kofferraum.
- Bei einer Beladung auf dem Dach müssen die maximale Belastung von Dach, Lastenträger und einer eventuellen Dachbox beachtet werden. Schwere Gegenstände sollten nach Möglichkeit gar nicht auf's Dach - und wenn unbedingt notwendig, dann nur ausreichend gesichert.
- Beim Transport von Tieren darauf achten, dass diese möglichst tief am Fahrzeugboden und möglichst weit vom Fahrer entfernt befördert werden, um diesen nicht zu behindern. Ihre Katze transportieren Sie am besten im ausbruchssicheren Katzenkorb. Den Hund bringen sie möglichst im Wagenfonds unter. Am sichersten aber ist er - wenn Sie einen Kombi haben - auf der Ladefläche und hinter einem Gitter aufgehoben.
- Vergessen Sie nicht, die Scheinwerfereinstellung an die Beladung des Fahrzeugs anzupassen.
Wer sein Auto richtig belädt, kriegt mehr unter und vermeidet gefährliche Zwischenfälle:
Das richtige Fahrverhalten
Mit einer vernünftigen Fahrweise vermeiden Sie kritische Situationen und kommen entspannt am Urlaubsort an:
- Das fängt schon mit der richtigen Sitzposition an: Sitzen Sie möglichst aufrecht: Je schräger die Sitzposition, desto größer das Verletzungsrisiko bei einem Aufprall. Und die Füße des Beifahrers haben nichts auf dem Armaturenbrett verloren - schwere Verletzungen, besonders bei Auslösung des Airbags, können bei einem Unfall die Folge sein.
- Eine der häufigsten Unfallursachen ist ein zu geringer Sicherheitsabstand zum Vordermann. Die Faustregel dafür ist die sogenannte Zwei-Sekunden-Regel: Man sollte einen Punkt, den das vorausfahrende Fahrzeug gerade passiert hat, frühestens zwei Sekunden später erreichen. Bei einem voll beladenen Auto ist der Bremsweg natürlich länger und auch die Kurvenneigung stärker. Dementsprechend vorsichtiger sollte man dann auch fahren.
- Alle zwei bis drei Stunden bzw. bei den ersten Ermüdungserscheinungen sollte man eine Pause einlegen. Übermüdung ist besonders im Fernreiseverkehr eine der häufigsten Unfallursachen. Am gefährlichsten sind die Nachtstunden zwischen 23 und fünf Uhr sowie der frühe Nachmittag. Fahren Sie deshalb stets ausgeruht los - und nicht direkt nach acht Stunden Arbeit.
- Ein absolutes Muss ist das Anlegen des Sicherheitsgurts auf allen Sitzplätzen, auch die Nutzung der vorgeschriebenen Rückhalteeinrichtungen für Kinder. Das Todesrisiko bei einem Unfall liegt ohne Sicherheitsgurt nämlich acht Mal höher als mit Sicherheitsgurt!
- Mit dem Handy telefonieren sollte man am besten nur bei Fahrzeugstillstand. Und wenn schon beim Fahren, dann nur mit Freisprecheinrichtung. Seit Februar 2001 ist das gesetzlich vorgeschrieben und wird bei Nichtbeachtung mit einer Geldbuße geahndet.
- Als Beifahrer sollten Sie den Fahrer als souveräner Copilot unterstützen und ihn nicht mit emotional bewegenden Gesprächsthemen ablenken.
Links:
Zur Homepage des Bundesverkehrsministerium: http://www.bmvbw.de/
mit dem Baustelleninformationssystem zur richtigen Reiseplanung
mit einer Sicherheitsinfo IN DEN URLAUB stressfrei & sicher
Hier finden Sie weitere Tipps Ihrer Polizei zum Verhalten auf Bundesautobahnen
| Herausgeber | LPS, Beratungsstelle für Verkehrssicherheit | |
| Aktualisierungsdatum | 30.06.2008 |


