Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz registrierte im vergangenen Jahr 1.268 Delikte mit Ecstasy und 1.823 Delikte mit Amphetaminen. Damit haben diese Delikte einen Anteil an der gesamten Rauschgiftkriminalität von etwa 20 Prozent - mit steigender Tendenz. Auch die Sicherstellungsmengen belegen diesen Trend; 2002 wurden 68.582 Ecstasytabletten und 30, 923 Kilogramm Amphetamin beschlagnahmt. Sorge bereitet vor allem die Tatsache, dass mit über 80 Prozent der Erstauffälligen Konsumenten harter Drogen mit Ecstasy und Amphetamin einsteigen. Dies dürfte auf die große Verfügbarkeit auch in der Disco- und Technoszene zurückzuführen sein.
Daher ist die Polizei nach wie vor bemüht, bei jungen Menschen die Nachfrage zu reduzieren. Auch müssen alle gesellschaftlichen Institutionen zusammen kontinuierlich dem Konsum illegaler Drogen vorbeugen.
Die rheinland-pfälzische Polizei führt aus diesem Grunde verstärkt präventive Projekte durch. Ein Beispiel ist das 1999 vom LKA entwickelte Projekt "easi", das für Erlebnis, Aktion, Spaß und Information steht. Es wird nun schon zum zwanzigsten Mal durchgeführt und soll als Alternative zum Drogenmissbrauch sinnvolle Aktivitäten aufzeigen. Das Projekt wird Städten, Kommunen, Schulen, Vereinen und anderen Trägern der Suchtprävention angeboten, um es in Kooperation mit dem LKA durchführen zu können.
Ein weiteres Projekt ist das Schulprojekt PIT, das für Prävention im Team steht. Dabei arbeiten die Institutionen Polizei und Schule gemeinsam mit elf bis vierzehnjährigen Schülerinnen und Schülern in suchtpräventiven Unterrichtseinheiten. Auch dieses Projekt wird seit 1999 landesweit allen allgemein bildenden Schulen angeboten.
| Herausgeber | LKA, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | |
| Aktualisierungsdatum | 27.01.2005/mig |


