Das Landeskriminalamt warnte bereits vor diesen sogenannten "Schockanrufern":
"Betrüger sind erfinderisch! Die neue Masche sogenannter 'Schockanrufe' ist nun auch in Rheinland-Pfalz vermehrt festzustellen. So gelang es Unbekannten in Kirchheimbolanden bei einer Frau an größere Geldsummen zu kommen, indem sie die Notlage eines angeblichen Verwandten vortäuschen. Die Betrüger sprechen fließend Russisch und spielen in einem Telefonat gekonnt vor, ein angebliches Familienmitglied sei in einer Notlage und benötige dringend eine größere Geldsumme.
In fast allen dieser Fälle werden Frauen mit russischem Migrationshintergrund von russisch sprechenden Männern, angeblichen Verwandten, angerufen. Als Notlage wird ein schwerer Verkehrsunfall oder ein anderer tragischer Vorfall vorgegaukelt. Das Geld werde für eine dringend erforderliche Behandlung / Operation oder zur 'Auslösung' des Sohnes aus dem Polizeigewahrsam benötigt. Noch während des Telefonats erscheinen 'Boten' an der Haustür und erkundigen sich in russischer Sprache nach dem Bargeld. Der Empfang des Geldes wird dreisterweise dem Opfer bei Aushändigung quittiert.
Die Polizei warnt vor diesen Trickbetrugsfällen durch "Schockanrufe" und gibt folgende Tipps:
- Seien Sie misstrauisch, wenn ein unbekannter Anrufer Sie mit einem beunruhigenden Sachverhalt - wie etwa dem Unfall eines Angehörigen - konfrontiert und Geld von Ihnen fordert.
- Hinterfragen Sie die Richtigkeit der Angaben und nehmen Sie umgehend selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen auf.
- Informieren Sie im Zweifelsfall immer die Polizei.
Durch einen Klick auf die pdf-Dateien können Sie entsprechende Flugblätter in deutscher und kyrillischer Schrift öffnen.
| Autor | Karl-Peter Jochem | |
| Herausgeber | Pressestelle PP Trier | |
| Aktualisierungsdatum | 18.06.2012 |

