Integration, Fairness und Toleranz darum geht es bei dem Straßenfußballprojekt Ballance, das vom rheinland-pfälzischen Innenministerium und dem Deutschen Fußballbund getragen wird. In Kaiserslautern veranstalteten das Polizeipräsidium Westpfalz und der Südwestdeutsche Fußballverband am 23. 9. ein Ballance-Turnier mit 12 Mannschaften in 2 Altersgruppen.
Die Spieler: 80 Jugendliche aus der Fritz-Walter-Schule, der Lina-Pfaff-Realschule, der Hauptschule Bännjerrück, dem IB-Jugendmigrationsdienst, dem LSV Bännjerrück, der Ditib-Fathi-Moschee, der Arabischen Moschee und dem Akademischen Bildungszentrum.
Gespielt wurde auf dem Sportplatz der Lina-Pfaff-Realschule auf 10 x 15 m großen Feldern, jedes Spiel dauerte 10 Minuten. Die Regeln waren für die Spielerinnen und Spieler zunächst ungewohnt: Jede Mannschaft musste mindestens 1 Mädchen im Team haben und dieses musste pro Spiel mindestens 1 Tor schießen. Jede Mannschaft musste drei Fair-Play-Regeln wählen, die während des Spiels einzuhalten waren. Für die Einhaltung der vereinbarten Regeln vergaben die Betreuer (sogenannte Teamer) jeweils Fair-Play-Punkte, die für das Spielergebnis ebenso zählten wie die geschossenen Tore.
Thomas Brühl (Leiter der Polizeidirektion Kaiserslautern), Jürgen Veth und Josef Hens (Vizepräsidenten des Südwestdeutschen bzw. rheinländischen Fussballverbands) und Emerson Ratinho Rodrigues (Ex-Fußballprofi des 1. FCK) eröffneten um 12 Uhr den Wettbewerb auf den beiden Fußballfeldern.
Manches Team startete mit viel sportlichem Ehrgeiz, aber unter Vernachlässigung der Fair-Play-Regeln. So war eine Mannschaft, die ein Spiel mit 9:1 Toren beendete, überrascht, als die Betreuer die Begegnung mit 0:1 für den Gegner werten mussten: Das Team hatte außer acht gelassen, dass sein weibliches Mitglied ins Spiel hätte eingebunden werden müssen. Nach den ersten Runden hatten alle Mannschaften dann die ungewohnten Regeln eingeübt. Nach insgesamt 30 Spielen war das Turnier zu Ende. Torschützenkönig(in) wurde ein Mädchen mit 11 Toren. Jedes Team erhielt einen Polizeiwimpel.
Für das leibliche Wohl sorgte Ali Bayar, der Vorstandsvorsitzende der Ditib Fatih Moschee Kaiserslautern e.V. mit seiner Familie, die allerhand orientalische Köstlichkeiten zum Selbstkostenpreis anboten. Die AOK Kaiserlautern ergänzte das Angebot mit einem Bananenstand. Die Getränke hatte das Polizeipräsidium besorgt.
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| Autor | Fischer | |
| Herausgeber | Zentrum Polizeiliche Prävention | |
| Aktualisierungsdatum | 27.9.2011 |

