
Koblenz: Kommt eine Seniorin zur Bank: "Geben Sie mir bitte all mein Erspartes, ich muss meinem Großneffen dringend unter die Arme greifen!"
Was wie der Anfang eines Witzes klingt ist leider gar nicht lustig und leider nur allzu bekannt.
Gestern Nachmittag hat wieder einmal eine Koblenzer Seniorin einem ihr völlig Unbekannten mehrere Tausend Euro in bar sowie Schmuck übergeben, in dem Glauben einem entfernten Angehörigen damit zu helfen.
Trier: Die Polizei warnt vor einem unbekannten Anrufer, der versucht, mit dem so genannten Enkeltrick ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen. Am Dienstag, 16. Februar, meldete eine 84-jährige Frau aus Trier der Polizei einen solchen Anruf. Glücklicherweise ist der Frau kein Schaden entstanden.
Mainz: Im Westring wurde am 15.02.2010 ein über 80-jähriger Senior mehrfach von einem unbekannten Täter angerufen, der sich als sein Enkel ausgab und den Mainzer geschickt ausfragte. Dann erzählte der Enkel, dass er einen Unfall auf der Autobahn gehabt hätte und nun 40.000 Euro benötigte. Er würde einen Freund schicken, der das Geld abholt. Der Senior war bereit zu helfen, wurde jedoch misstrauisch, als ein "Ausländer" erschien, um das Geld abzuholen und dem angeblichen Enkel zu bringen. Der Senior übergab dem angeblichen Freund kein Geld. Der Fremde verschwand daraufhin in unbekannte Richtung.
Die Vorgehensweise ist immer dieselbe:
Der sogenannte Enkel ruft bei den Senioren und Seniorinnen an und schildert, dass er sich in einer ausweglosen Situation befindet und dringend Geld benötigt.
Geht das Opfer auf den Anruf ein, wird eine Zeit vereinbart, an der das Geld übergeben werden soll.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt Ihnen Tipps, wie Sie mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen Tätern keine Chance bieten, Opfer von Enkeltrickbetrügern zu werden:
- Gehen Sie keinesfalls auf telefonische Geldforderungen ein.
- Rufen Sie den echten Enkel zurück, um die Echtheit des Anrufers abzuklären.
- Reden Sie mit Personen Ihres Vertrauens über den Anruf.
- Melden Sie derartige Anrufe sofort Ihrer Polizeidienststelle.
Die Polizei bittet auch Verwandte, Freunde und Bekannte von Senioren um Mithilfe, da sie nicht alle potentiellen Opfer über Publikationen erreichen kann.
Die Polizei entwickelte die Broschüre Der goldene Herbst So schützen Sie sich im Alter. Sie enthält Informationen zum Schutz vor Diebstahl, Raub und Betrug. Diese Broschüre finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de
Sie ist ebenfalls bei jeder Polizeidienststelle erhältlich.
| Herausgeber | Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit | |
| Aktualisierungsdatum | 17.02.2010 |
