Bei der Eyüp-Sultan-Moschee in Wittlich handelt es sich um eine Gemeinde der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), deren Dachverband in Deutschland 896 Gemeinden umfasst. Die DITIB stellt ihren Mitgliedern einen Ort zur Ausübung des Glaubens zur Verfügung, dient nach eigenen Angaben aber auch dem sozialen Leben in ihren Gemeinden und hat sich der Integration verschrieben.
Dass dies keine leeren Worte sind, zeigte sich Ende 2011, als mehrere Mitglieder des Wittlicher Moscheevereins gemeinsam mit ihrem Imam Süleyman Özcan mit großem Engagement an Dreharbeiten zu einem Trainingsszenario teilnahmen: Unter dem Filmtitel "Wo ist Yasemin?" üben angehende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in Zukunft eine kompetente und kultursensible Vermissten-Sachbearbeitung.
Dank der Vermittlung von Yilmaz Yildiz, dem Vorsitzenden der DITIB Rheinland-Pfalz, überzeugten Ekrem Yildiz als besorgter Vater sowie Betül und Süreyya Yildiz als die Schwestern der vermissten Yasemin aus der virtuellen Übungsstadt "Hennstadt" mit beachtlichen schauspielerischen Leistungen. Die kompetente Beratung aus seelsorgerischer Sicht übernahm Imam Süleyman Özcan.
Bei ihrem Besuch auf dem Hahn überzeugten sich dann alle Beteiligten von der Qualität des fertigen Films. Der Leiter des Fachbereichs Polizei, Ministerialrat Klaus-Jörg Weidmann, empfing die Abordnung und dankte für ihr Engagement. Gemeinsam wurde über künftige Kooperationen diskutiert und die allgemeine Zusammenarbeit von Polizei und Moscheevereinen erörtert. Unterstützt wurde die Gesprächsführung durch die Übersetzung des türkischstämmigen Absolventen aus dem 1. Bachelor-Studiengang, PK Diren Kalan, der fließend zwischen Deutsch und Türkisch wechselte. Die Beteiligten waren sich einig: Diese Zusammenarbeit ist für alle ein Gewinn!
| Autor | Sabine Jakobi, LPS/FHöV | |
| Herausgeber | Redaktion Polizeikurier | |
| Aktualisierungsdatum | 21.05.2012 |

