© Polizei RLP

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Am Brandort kann an Hand des Brandspurenbildes (Idealform: „Brandtrichter“) und mit Hilfe spezieller Einsatzmittel die Brandausbruchsstelle bestimmt werden. Unter anderem werden hierbei auch Brandmittelspürhunde eingesetzt, die im Falle einer Brandstiftung mit Hilfe flüssiger Brandlegungsmittel bereits geringe Reste dieser Flüssigkeiten aufspüren können.

In Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung können im Labor Rückstände flüssiger Brandlegungsmittel mit modernen, hochempfindlichen Analysegeräten nachgewiesen werden. Oft sind Sorglosigkeit oder Unkenntnis Auslöser für die Entstehung von Bränden. Deshalb weisen wir gleichzeitig darauf hin, wie man Brandgefahren verhindern kann:

Brennbare Flüssigkeiten wie z. B. Benzin, Nitroverdünner und Brennspiritus können beim Verdunsten explosive Gas-Luft-Gemische bilden. In einem bewohnten Haus ist immer mit dem Vorhandensein von Zündquellen auszugehen. Deshalb derartige Flüssigkeiten immer gut verschlossen und kühl (am besten im Keller) aufbewahren.

Beim Verarbeiten von leinölhaltigen Lacken sind unbedingt die Vorschriften der Hersteller zu beachten. Benutzte Lappen sollten direkt nach Beendigung des Lackauftragens in Wasser gelegt werden.

Beim Umgang mit glimmenden Tabakwaren ist äußerste Vorsicht geboten. Die Entsorgung in ein Abfallbehältnis darf erst erfolgen, wenn die Glut vollständig erloschen ist. Besonders kritisch ist das Rauchen in alkoholisiertem Zustand.

Bei Wohnungsbränden ist häufig Küche, und hier speziell der Elektroherd, Brandausbruchsbereich. Speisen auf dem Herd nie überhitzen. Eine Überwachung des Bratvorganges ist in jedem Fall empfehlenswert. Sollte sich hierbei spontan Öl oder Fett entzünden, darf keinesfalls mit Wasser gelöscht werden (Explosionsgefahr!). Man sollte in diesem Fall das Feuer mit einem Deckel ersticken und die Energiezufuhr stoppen.

Beim Betrieb elektrischer Geräte mit hoher Aufnahmeleistung wird Energie in Form von Wärme abgegeben. Teilweise ist diese Form der Wärmeabgabe erwünscht (z. B. Heizlüfter), in anderen Fällen wird diese Wärme nur als Nebenprodukt abgegeben (z. B. Fernsehapparat, Computer). Hiervon gehen Feuergefahren aus.

Bei Heizgeräten ist auf die zulässigen Abstände zu brennbarem Material zu achten. Ferner sollten Wärmestaus vermieden sowie Lüfteröffnungen niemals verdeckt werden.

Die beim Schweißen entstehenden Schweißperlen sind brandgefährlich. Sie können ohne weiteres 10 m weit ausgeworfen werden. Deshalb ist vor Beginn des Schweißvorgangs sämtliches brennbare Material in diesem Umkreis zu entfernen. Besonders tückisch ist, dass die Schweißperlen aufgrund ihrer geringen Größe in Holzdielenritzen verschwinden oder sich in Kunststoff einbrennen können und erst Stunden später einen wahrnehmbaren Brand auslösen können. Auch beim Schleifen und Flexen werden heiße Partikel erzeugt, die auf Grund ihrer Temperatur einen Brand verursachen können.

Beim Verschweißen von Dachpappe werden so hohe Temperaturen erreicht, dass in der Dachunterkonstruktion ein zunächst unsichtbarer Schwelbrand entstehen kann. Eine regelmäßige Nachschau und Kontrolle auf eventuelle Schwelbrände ist auch noch Stunden nach Beendigung der Reparaturarbeiten erforderlich.

Bei allen Tätigkeiten, bei denen Temperaturen oberhalb der Zündtemperatur von brennbaren Feststoffen erreicht werden, können Brände entstehen. Bei Erhitzung von metallenen Rohrleitungssystemen ist zu beachten, dass auf Grund der hervorragenden Wärmeleitfähigkeit die hierbei erreichten Temperaturen auch in weiterer Entfernung brennbares Material entzünden können.