© Polizei RLP

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Durch Vergleich des Fremdlackes an einem beschädigten Fahrzeug (z.B. blauer Fremdlack an Pkw-Außenspiegel) mit dem Eigenlack des unfallflüchtigen Fahrzeugs  lässt sich ein möglicher Kontakt der beiden Fahrzeuge nachweisen. Bei Einbrüchen kann man den Fremdlack am Aufbruchwerkzeug mit dem Eigenlack der aufgebrochenen Tür bzw. des aufgebrochenen Fensters vergleichen.

Durch chemische Materialanalytik kann ein großes Spektrum von Sachbeschädigungen aufgeklärt werden. Durch nasschemische Nachweisverfahren, Infrarotspektroskopie, Ramanspektroskopie, Röntgenfluoreszenz, energiedispersive Röntgenanalyse am Rasterelektronenmikroskop und Gaschromatographie/Massenspektrometrie werden die in Frage kommenden Stoffe identifiziert, so dass für die weiteren Ermittlungen Hinweise gegeben werden können.

Einen Sonderfall stellt der Nachweis von Explosivstoffen dar. Dieser gestaltet sich unproblematisch, wenn z.B. eine intakte Rohrbombe entschärft werden kann, so dass genügend Material der noch nicht umgesetzten Explosivstoffmischung für die chemische Analyse zur Verfügung steht. Liegen nur Einzelteile einer explodierten Rohrbombe vor, so findet man oft nur geringste Spuren der Explosivstoffe, was den chemischen Nachweis erschwert. Dennoch kann dieser oft noch sicher geführt werden.