Unfallsituation mit PKW und Rettungskräften © Polizei RLP

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Ausschnitt aus dem Plaket zum Projekt 25 - Crash Kurs

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28.09.2017 um 09:30 Uhr im Bürgerhaus in Nastätten.
Teilnehmende Schule: IGS in Nastätten

Crash Kurs- Sinn und Zweck

Unter dem Begriff „Crash Kurs“ betreibt die Polizei Rheinland-Pfalz ein Verkehrspräventionsprojekt, mit dem wir uns vordergründig an die sogenannte Risikogruppe der „Jungen Fahrer“ wenden. 

Hierbei tritt die Polizei gemeinsam mit Partnern im Rahmen von Vortragsveranstaltungen an Schulen auf, in denen ein einzelner schwerer Verkehrsunfall mitsamt seiner Ursachen und Folgen aus den verschiedenen Blickwinkeln der einzelnen Vortragenden dargestellt wird.

Bei diesen Partnern handelt es sich um Mitarbeiter des Rettungsdienstes, Notärzte, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger und weitere Akteure, die bei der Aufnahme schwerer Verkehrsunfälle zusammen agieren.

Diese berichten authentisch und ungeschönt von ihren Erfahrungen, Eindrücken und Gefühlen, sowie von Situationen und Bildern, die sie bei ihrer Arbeit vor Ort vorgefunden haben.

Die ersten bereits durchgeführten Veranstaltungen haben gezeigt, dass die Wahl eines Verkehrsunfalls aus der Region, einhergehend mit den zum Teil erschütternden Darstellungen einen nachhaltigen Effekt bei den Zuhörern erzeugt und auch entsprechende emotionale Reaktionen hervorgerufen haben.

Daher ist es erforderlich, im Vorfeld die Rahmenbedingungen einer solchen Veranstaltung mit der jeweiligen Schule abzustimmen, um die Zuhörer zum einen auf die Veranstaltung vorzubereiten, zum anderen aber auch eine angemessene Nachbereitung zu gewährleisten, da sich der Verarbeitungsprozess bei jedem Einzelnen sehr unterschiedlich gestalten kann. Nur so kann der gewünschte Effekt, der direkte Appell an das Fahrverhalten junger Fahrzeugführer – aber auch an mögliche Mitfahrer – im höchstmöglichen Maß und mit einer zufriedenstellenden Nachhaltigkeit erzielt werden.

Nachdem das aus England stammende Konzept 2008 durch die Polizei Nordrhein-Westfalen nach Deutschland transportiert wurde, besuchten Vertreter der Polizei Rheinland-Pfalz entsprechende Veranstaltungen in NRW und konnten sich von der beeindruckenden Wirkung dieser überzeugen. Nach einzelnen Pilotveranstaltungen an der Hochschule der Polizei und weiteren Schulen des Landes sind wir nun bestrebt,  dieses Projekt „in die Breite“ zu vermitteln und möglichst viele Angehörige dieser Zielgruppe, aber auch weitere Interessierte, zu erreichen und anzusprechen.

Die genaue Form der bereits angesprochenen Vor- und Nachbereitung steht den Schulen frei. Dabei bietet es sich an, einzelne Schulfächer wie u.a. Physik, Mathematik, Ethik/Religion und Deutsch einzubeziehen und darin bestimmte Themenreihen mit der Veranstaltung zu verknüpfen, wodurch sich die Schüler noch intensiver mit der Thematik beschäftigen.

Die eigentliche Vortragsveranstaltung selbst füllt ein Zeitfenster von etwa einer Stunde (mit Vor- und Nachbereitung ca. >2 Stunden). Dabei ist es durchaus möglich, in einer geeigneten Räumlichkeit auch mehrere Hundert Zuhörer zu erreichen. Ziel ist es, den jungen Fahrern Ursachen und Folgen dieser schweren Verkehrsunfälle aufzuzeigen und ihnen dabei das Gefühl der Verletzlichkeit zu wecken.  Zudem soll das Bewusstsein dafür erweckt werden, dass ein Großteil dieser Unfälle bzw. die schweren Folgen auf für den Fahrzeugführer vermeidbare Ursachen, wie zum Beispiel die überhöhte Geschwindigkeit, berauschende Mittel oder bloße Unachtsamkeit  zurückzuführen sind. 

Polizeidirektion Montabaur
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