Polizeibeamte im Gespräch mit einer Bürgerin © Polizei RLP

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Wer macht was...

Das Haus des Jugendrechts ist ein Kooperationsmodell zur interdisziplinären Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe. Folgende Einrichtungen mit Büros sind im Haus vertreten:

  • Polizei
  • Staatsanwaltschaft
  • Stadtverwaltung Kaiserslautern – Jugendhilfe im Strafverfahren
  • Pfälzischer Verein für Soziale Rechtspflege Kaiserslautern e.V. (ASZ)

Jede Organisationseinheit nimmt ihre Aufgaben im Haus eigenständig wahr. Ziel des Haus des Jugendrechts ist es, straffällig gewordenen jungen Menschen durch aufeinander abgestimmte Erziehungskonzepte unter Einbeziehung des Elternhauses zeitnah zu helfen. Dies geschieht durch:

  • Optimierung der Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen
  • Frühzeitige Einbindung der Verfahrensbeteiligten
  • Beschleunigung der Verfahren/Diversion
  • Ausbau und Erweiterung pädagogisch sinnvoller Reaktionsformen
  • Präventive Beratungsangebote speziell für gefährdete Jugendliche und deren Eltern

 

 

POLIZEI

Die Polizei im Haus des Jugendrechts Kaiserslautern ist nach Einführung des Wohnortprinzips und der damit einhergehenden täterorientierten Sachbearbeitung für jugendliche und heranwachsende Tatverdächtige aus Kaiserslautern und Umgebung zuständig. Die Jugendsachbearbeiterinnen und Jugendsachbearbeiter bearbeiten alle Vorgänge, bei denen Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende entweder selbst rechtswidrig gehandelt haben oder Opfer eines Rohheits- bzw. Beleidigungsdeliktes geworden sind.
Ausgenommen hiervon sind Sexual- und Kapitaldelikte. Diese werden weiterhin von den Fachkommissariaten der Regionalen bzw. Zentralen Kriminalinspektion bearbeitet.
Neben unseren allgemeinen polizeilichen Aufgaben pflegen wir engen Kontakt zu Schulen, führen Präventionsunterricht durch und beteiligen uns an Projekttagen. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern im Bereich Jugendschutz stellen wir sicher.

Unsere Rufnummer: 0631 369-2050
Montag bis Freitag zu den üblichen Öffnungszeiten.

STAATSANWALTSCHAFT

Die Staatsanwaltschaft ist ein dem Gericht gleichgeordnetes Organ der Strafrechtspflege. Ihr obliegt als „Herrin des Ermittlungsverfahrens“ die Strafverfolgung. Sie trägt die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit sowie für die Gründlichkeit und schnelle Durchführung der Ermittlungen.
Als erstes mit der Jugendstrafsache befasstes justizielles Organ trägt die Jugendstaatsanwaltschaft eine besondere Verantwortung für die jugendgemäße Gestaltung des Verfahrens und sorgt dafür, dass das Jugendverfahren im Sinne des im Jugendstrafrecht herrschenden Erziehungsgedankens - Erziehen kommt vor Bestrafen, Jugendstrafe darf nur das letzte Mittel sein – fehlerlos und pädagogisch sinnvoll gestaltet wird.
Neben der Leitung der Ermittlungsverfahren entscheiden die Jugendstaatsanwälte auch über deren Abschluss; sie stellen das Verfahren mit oder ohne Erziehungsauflagen entweder ein oder klagen es am Jugendgericht an. Sie vertreten die Jugendstrafsache in der Hauptverhandlung auch vor den Jugendgerichten, wo sie ihre besonderen Kenntnisse einbringen können.
Im Haus des Jugendrechts arbeiten die Jugendstaatsanwälte besonders eng und intensiv mit den übrigen Beteiligten zusammen. Nicht zuletzt kann dadurch dem im Jugendstrafrecht herrschenden Grundsatz, wonach die Sanktion der Tat auf dem Fuße folgen soll, innerhalb ganz kurzer Zeit Geltung verschafft werden und es können über 80% der Jugendstrafverfahren bereits im ersten Monat nach Eingang bei der Staatsanwaltschaft abgeschlossen werden.

 

 

PFÄLZISCHER VEREIN FÜR SOZIALE RECHTSPFLEGE KAISERSLAUTERN e.V.

Als Kooperationspartner von Jugendhilfe und Justiz ist der Verein an der Umsetzung von präventiven Beratungsangeboten und Sanktionen beteiligt. Zum Beispiel in Form von:

  • Arbeitsauflagen
  • Betreuungsweisungen
  • Sozialen Trainingskursen

Weitere Arbeitsschwerpunkte im Haus des Jugendrechts: 

  • „Wegweiser-Beratung“ für Jugendliche zu Themen wie Arbeit, Ausbildung, Wohnung, Straftat, Schule, Schulden
  • Vernetzungsangebote für Schulen, Jugendtreffs, Jugendverbände, etc.
    zum Beispiel Projekt „Arbeit-Schule-Zukunft“ für schulverweigernde und sozial auffällige Jugendliche
  • Entwicklung eines Jugendnetzwerkes in Kaiserslautern zur Prävention von Jugenddelinquenz.

Kostenlose Beratung für junge Menschen
Telefon 0631 360-9998 oder Telefon 0631 316 36-10

JUGENDHILFE IM STRAFVERFAHREN

Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe im Strafverfahren, sind beim Referat "Jugend und Sport" der Stadtverwaltung beschäftigt und haben unser Büro im Rathaus West, Maxstraße 17. Mittwochs und donnerstags sind wir regelmäßig im Haus des Jugendrechts anwesend.
Wir kümmern uns um Jugendliche, deren Eltern im Stadtgebiet von Kaiserslautern wohnen, und um junge Erwachsene im Alter von 18 bis 20 Jahren, die ebenfalls im Stadtgebiet wohnen, wenn gegen sie ein Strafverfahren anhängig ist. Im vertraulichen Gespräch mit ihnen informieren wir über den Ablauf des Strafverfahrens und versuchen herauszufinden, ob sie pädagogische Hilfe benötigen oder die Straftat ein einmaliger „Ausrutscher“ war.
Die Gesprächsinhalte unterliegen der Schweigepflicht. Sollte eine sozialpädagogische Hilfe notwendig und gewünscht sein, beraten wir die Betroffenen gerne über die erforderlichen Schritte und vermitteln diese Hilfe. Darüber hinaus stehen wir im Rahmen des sogenannten Täter-Opfer-Ausgleichsverfahrens auch Opfern von Straftaten junger Menschen zur Seite.

Sie erreichen uns wie folgt:
Herr Mayer: 0631 365-2487
Frau Sindt: 0631 365-2312
Frau Werner-Rauland: 0631 365-2347

 

 

Ansprechpartner/innen

© Polizei RLP

Sabine Schöneberger
Marika Vatter