Polizeipuppenbühne des Polizeipräsidiums Westpfalz © Polizei RLP

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Wie alles begann...

Nach dem die Polizeipräsidien Koblenz und Rheinpfalz schon lange Präventionsarbeit mittels Polizeipuppenbühnen betrieben, sollten auch die anderen Präsidien dem erfolgreichen Beispiel folgen. Deshalb wurden 2006 durch den damaligen Innenminister Karl-Peter Bruch in den Polizeipräsidien Mainz, Trier und in Kaiserslautern Polizeipuppenbühnen eingerichtet.

Alois Wirtz und Klaus-Dieter Brehm haben sich dann an die Arbeit gemacht und sich durch verschieden Hospitationen bei bereits bestehenden Puppenbühnen einen Einblick verschafft. Das entsprechende Equipment für das neue Arbeitsfeld wurde beschafft. Natürlich wurden die beiden Herren auch adäquat ausgebildet.

Dann war es endlich so weit. Es gab eine Generalprobe mit „heimischem“ sprich polizeilichem Publikum unter den Argusaugen ihres Ausbilders Michael Kressin von der Polizei aus Nordrhein-Westfalen. Es gab nur wenig Kritik am ersten Auftritt, aber Michael Kressin schrieb die kleinen Misslichkeiten dem erkennbar vorhandenen Lampenfieber zu.
Die Zuschauer waren beeindruckt über die Fertigkeiten der Polizisten und auch über den pädagogischen Ansatz des Stückes.

Ab 6. November 2006 ging die Puppenbühne dann auf Tournee. Sie besuchten in diesem Jahr noch 6 Grundschulen und 9 Kindergärten. Sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Erzieherinnen und Erzieher waren begeistert über dieses neue Präventionsangebot der Polizei.

In den Folgejahren ging es mit den statistischen Zahlen der Puppenbühne stetig bergauf und die Puppenbühne musste personell verstärkt werden. Das Männerteam sollte um eine Frau verstärkt werden, denn es sollte für die Kinder, speziell für die Mädchen, auch eine weibliche Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Außerdem gab es ja auch weibliche Rollen zu besetzen.
Somit wurde 2008 eine Stelle für eine neue Puppenspielerin ausgeschrieben. Verschiedene Interessentinnen durften hospitieren. Im Sommer 2008 wurde die Stelle mit Claudia Bauspieß (ehemals Schmidt) besetzt. Sie hatte zuvor beim Polizeipräsidium in der Verwaltung gearbeitet, etablierte sich schnell als Puppenführerin und stand bereits vier Monate später auf der Bühne.

In den folgenden Jahren hinterließ die Polizeipuppenbühne regelmäßig in den Grundschulen und Kindergärten nachhaltige Eindrücke, so dass sie im Zwei-Jahres-Rhythmus immer wieder gerne „gebucht“ werden.

Im August 2014 wurde Klaus-Dieter Brehm in den Ruhestand versetzt. Zwischen Januar und März hatten bereits vier Kolleginnen und ein Kollege bei der Puppenbühne hospitiert und sich einen Überblick über die Arbeit vor und hinter der Bühne verschafft. Vielleicht kann man sagen, dass auf „Herz und Nieren“ getestet wurde: Texte lernen, in Rollen schlüpfen und selbstverständlich mussten erste Schritte in Sachen Puppenführung erprobt werden. So konnten sie sich selbst ein Bild von der Komplexität des Puppenspiels machen. Aber auch die Beobachter konnten abschätzen, wer geeignet ist. Zwei Kolleginnen wurden aufgrund der positiven Einschätzung des Stammteams zur Puppenbühne übernommen: Yvonne Morzik und Melanie Paul, die beide in Teilzeit arbeiten.
Die Puppenbühne ist seither wieder im regelmäßigen Einsatz und hat einen gut gefüllten Terminplan.

Genau wie sich Prävention generell und stetig entwickelt, sich an gesellschaftlichen Gegebenheiten orientiert, stehen auch bei der Puppenbühne noch einmal Veränderungen im Team an und Ideen zur zukünftigen Weiterentwicklung auf der Agenda. Dies spornt an, gibt Anreize und macht Spaß. Die Aktiven der Polizeipuppenbühne sind mit Begeisterung bei der Arbeit; Verzeihung: beim SPIEL!

Besonderes:
  • Auszeichnung durch den Deutschen Kinderschutzbund, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
    Besonders stolz sind wir auf die Verleihung des Kinderschutzpreises unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, für alle Polizeipuppenbühnen in Rheinland-Pfalz. Am 27. November 2014 wurden wir in einem feierlichen Rahmen für unser pädagogisches Puppenspiel mit nachhaltigen Lernerfolgen geehrt.

  • Auftritte beim SWR in Kaiserslautern
    Seit 2011 ist die Polizeipuppenbühne jedes Jahr mit einer Großveranstaltung beim SWR. Hier wird für Schulen und Kindergärten aus Kaiserslautern, denen geeignete Räume fehlen, gespielt. Sie sind dort gern gesehene Gäste. Für die Puppenbühne ist das immer ein Highlight zum Jahresende. Der SWR stellt als Veranstaltungsort den schönen Emmerich-Smola-Saal zur Verfügung. Die Puppenbühne wird dort durch ehrenamtliches Einlasspersonal und den dortigen Hausmeister unterstützt.
    Ein besonderer Dank gilt auch Herrn T. Weilemann. Er ist Leiter der SEG des Arbeiter Samariter Bundes. Er unterstützt die Polizeipuppenbühne jedes Jahr mit Stellung von Sanitätspersonal für die Veranstaltungen beim SWR.

  • Bundesgartenschau Koblenz
    Im August 2011 hat die Puppenbühne des Polizeipräsidium Westpfalz zusammen mit allen anderen rheinland-pfälzischen Puppenbühnen auf der Bundesgartenschau in Koblenz gespielt. Dies war für alle eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch. Es war auch möglich sich Vorstellungen der anderen Bühnen anzusehen. Gegenseitig wurden Impulse gegeben und in der Folgezeit auch umgesetzt. Die Kinder der Koblenzer Schulen und Kindergärten konnten also auch Polizeipuppenbühnen aus anderen Präsidialbereichen erleben. Auch Gartenschaubesuchern konnten die Gelegenheit wahrnehmen, Vorstellungen und besuchen.

  • Tag des Kindes 2016
    Ein besonderes Highlight waren die Aufführungen der Puppenbühne beim "Tag des Kindes" am 21. September 2016 am Stiftsplatz in Kaiserslautern. Pfarrer Bergmann hatte die Stiftskirche als Spielort zur Verfügung gestellt. In der einzigartigen Kirchenatmosphäre konnten in vier Vorstellungen rund vierhundert Kinder begeistert werden. Akustik und Atmosphäre waren einzigartig: Die „Bude wurde gerockt“! :-)
Die Puppenspieler

Claudia Bauspieß (Bildmitte) ist seit 1993 als Verwaltungsangestellte bei der Polizei und arbeitete vor ihrer Zeit bei der Polizeipuppenbühne beim Polizeipräsidium Westpfalz in den Referaten Liegenschaften und Organisation. Seit Oktober 2008 gehört sie hauptamtlich zur Polizeipuppenbühne.

Melanie Paul (im Bild links) und Yvonne Morzik (im Bild rechts) sind seit dem Sommer 2014 als Puppenführerinnen im Team. Die beiden Polizeibeamtinnen waren vorher bei der PI Pirmasens, beziehungsweise der PI Kaiserslautern 2 eingesetzt.

Veranstaltungsinfos

Die Polizeipuppenbühne des Polizeipräsidiums Westpfalz bietet verschiedene Stücke für Kinder aus über 450 Einrichtungen (Grundschulen und Kindergärten) im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums an.

Hierzu werden Termine in Abstimmung mit den Grundschulen und Kindergärten in geeigneten Räumlichkeiten vor Ort vereinbart. Gerne bespielen wir die Kinder auf Wunsch der Schule in einem Zweijahresrhythmus. Somit wäre gewährleistet, dass Kinder uns mit beiden Stücken erleben.

Voraussetzung des Aufführungsortes:

  • ebenerdig begehbar und mit Transportfahrzeug anzufahren
  • Getrennte Stromkreise
  • Größe des Raumes ca. 9 x 15 Meter
  • Bestuhlung muss möglich sein

Für Schulen und Kindergärten entstehen durch den Auftritt der Polizeipuppenbühne keinerlei Kosten.

Weil das polizeiliche Puppenspiel an pädagogische Rahmenbedingungen geknüpft ist und hierbei wertvolle Lerninhalte vermittelt werden, sind unsere Stücke nicht für Jubiläen, Einweihungen oder ähnliche Veranstaltungen geeignet.
In solchen Fällen sollten sich Interessierte an kommerzielle Puppenbühnen wenden.

 

 

    Kontakt zur Puppenbühne

    Polizeipräsidium Westpfalz
    Beratungszentrum
    Polizeipuppenbühne

    Parkstraße 11 (Ecke Hochsandstraße)
    67655 Kaiserslautern

    Tel.: 0631 369-1410, -1411, -1412
    Fax: 0631 369-1490

    ppwestpfalz.puppenbuehne(at)polizei.rlp.de