Fachgebiete

Die rund 20 verschiedenen Studienfächer sind in neun Fachgebiete gegliedert.

I Staats- und Verfassungsrecht, Politikwissenschaften, Recht des öffentlichen Dienstes

Das Fachgebiet I umfasst die Studienfächer Staats- und Verfassungsrecht, Politikwissenschaften sowie Recht des öffentlichen Dienstes und vertritt diese in Studium, Fortbildung und Forschung.

Die Studienfächer Staats- und Verfassungsrecht und Politikwissenschaften beschäftigen sich mit den Grundlagen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie den für die polizeiliche Praxis relevanten Grundrechten unseres Grundgesetzes sowie der Landesverfassung für Rheinland-Pfalz.

Vor dem Hintergrund, dass die Studierenden mit Studienbeginn in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen werden, vermittelt das Recht des öffentlichen Dienstes einen Überblick über das Wesen des Beamtenverhältnisses sowie die daraus resultierenden Rechte und Pflichten.

Ferner stehen wir der polizeilichen Praxis als Ansprechpartner z.B. in Fragen rund um den Dienstunfall zur Verfügung.

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Rheinland-Pfalz
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55482 Hahn-Flughafen

Telefon 06543 985-0
Telefax 06543 985-100

Besucher werden gebeten sich bei der Anmeldung (Gebäude 41) vorzustellen.

Telefon 06543 985-261 (direkt) oder -221 und -229 (Studienbüro)
Mail: HdP.Staatsrecht-Dienstrecht(at)polizei.rlp.de

II Eingriffsrecht

Das Fachgebiet II umfasst in Studium, Fortbildung und Forschung thematisch alle Ermittlungsmaßnahmen, die mit den Zielen Strafverfolgung und Gefahrenabwehr den Bürger in seinen Freiheitsrechten beinträchtigen.

Die Studierenden lernen im Fachgebiet Eingriffsrecht, nach taktischen Herausforderungen die jeweils richtigen und zulässigen Eingriffe auszuwählen und zu begründen. In den frühen Modulen des zweiten Studienjahres beginnen die Studierenden mit Maßnahmen der klassisch-traditionellen Polizeiarbeit (zum Beispiel Kontrollen, Durchsuchung, Sicherstellung), gelangen dann über Festnahmen und Blutproben zu intensiveren Maßnahmen der Datenerhebung und Verarbeitung (Erkennungsdienstliche Maßnahmen, DNA-Analytik). Selbstverständlich runden technische Maßnahmen der Telekommunikationsüberwachung, Internetermittlungen oder die Nutzung Sozialer Netzwerke das eingriffsrechtliche Repertoire ab.

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Telefon 06543 985-202 (direkt) oder -221 und -229 (Studienbüro)
Mail: HdP.Eingriffsrecht(at)polizei.rlp.de

III Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Zivilrecht

Das Fachgebiet III umfasst die Studienfächer Strafrecht (StR), allgemeines Ordnungswidrigkeitenrecht und Zivilrecht (ZR) und vertritt sie in Studium, Fortbildung und Forschung.

Im Rahmen des Studiums lehren wir sowohl die Grundlagen der Strafbarkeit aus dem Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuchs (StGB) als auch eine Vielzahl von besonders häufig vorkommenden Straftatbeständen. Im Studienfach Zivilrecht vermitteln wir die Grundlagen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), die als Unterbau für das Strafrecht und andere Studienfächer benötigt werden. Im Ordnungswidrigkeitenrecht können wir uns im Rahmen des Studiums auf einen Überblick beschränken, da die Verkehrsordnungswidrigkeiten durch das Fachgebiet V (Verkehrsrecht, Verkehrslehre) vermittelt werden.

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Telefon 06543 985-246 (direkt) oder -221 und -229 (Studienbüro)
Mail: HdP.Strafrecht(at)polizei.rlp.de

IV Allgemeines Verwaltungsrecht, Polizeirecht

Das Fachgebiet IV umfasst die Fächer Polizeirecht, Allgemeines Verwaltungsrecht und Besonderes Ordnungsrecht und vertritt diese in Studium, Fortbildung und Forschung.

Polizeirecht ist Teil des Verwaltungsrechts, weshalb im Studium zunächst die Grundlagen des allgemeinen Verwaltungsrechts vermittelt werden, z.B. der Behördenbegriff, die Handlungsformen der Verwaltung, der Verwaltungsakt (die polizeiliche Verfügung), die Rechtsverordnung (Polizeiverordnung), polizeiliche Realakte, Rechtsbehelfe gegen polizeiliche Maßnahmen u.ä. Es folgt dann das Polizeirecht, welches für die Polizei von besonderer Bedeutung ist (z.B. Schutzgüter der öffentlichen Sicherheit und öffentlichen Ordnung, Was ist eine Gefahr? Welche Gefahrenstufen gibt es? Wer ist zur Gefahrenbeseitigung verpflichtet? Welche Mittel der zwangsweisen Durchsetzung polizeilicher Maßnahmen gibt es? Darstellung des unmittelbaren Zwanges, der Ersatzvornahme u.v.a.). Im Besonderen Ordnungsrecht erhalten die Studentinnen und Studenten einen Überblick über eine Vielzahl von Rechtsgebieten, die für Polizeibeamte bedeutsam sind, insbesondere das Versammlungsrecht, das Presse- und Medienrecht, das Ausländer- und Asylrecht, das Waffenrecht, das Umweltschutzrecht, das Gewerbe- und Gaststättenrecht, das Jugendschutzrecht, das Pass- und Meldewesen u.a.

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Besucher werden gebeten sich bei der Anmeldung (Gebäude 41) vorzustellen.

Telefon 06543 985-221 und -229 (Studienbüro)

Mail: HdP.Polizeirecht(at)polizei.rlp.de

V Verkehrsrecht, Verkehrslehre

Das Fachgebiet V beschäftigt sich mit dem Verkehrsrecht und der Verkehrslehre und vertritt diese Materie in Studium, Fortbildung und Forschung. Schwerpunkte sind dabei die Straftatbestände und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr sowie die Zulassung und Vorschriftsmäßigkeit von Fahrzeugen einschließlich der Kontrolle und Verfolgung von Verstößen. In der Verkehrslehre werden die Grundsätze der Verkehrssicherheitsarbeit vermittelt.

Im Studium lehren wir die Grundlagen der Verkehrssicherheitsarbeit im Rahmen einer Verbundstrategie (Engineering, Education, Enforcement, Öffentlichkeitsarbeit, kooperativer und integrativer Ansatz) und deren Umsetzungsmöglichkeiten im täglichen Dienst. Die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum öffentlichen Straßenverkehr,  ausgewählte Verhaltensvorschriften des Strafrechtes, des Straßenverkehrsgesetzes und der Straßenverkehrsordnung sowie die fachlich richtige Verkehrsunfallaufnahme bilden einen Schwerunkt des Studiums.

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Besucher werden gebeten sich bei der Anmeldung (Gebäude 41) vorzustellen.

Telefon 06543 985-258 (direkt) oder -221 und -229 (Studienbüro)
Mail: HdP.Verkehr(at)polizei.rlp.de

VI Einsatzlehre, Informations- und Kommunikationstechnik

Das Fachgebiet VI umfasst die Studienfächer Einsatzlehre (EL) sowie Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) und vertritt sie in Studium, Fortbildung und Forschung.

Einsatzlehre beschäftigt sich mit dem zielgerichteten Einsatz von Kräften sowie Führungs- und Einsatzmitteln zur Bewältigung polizeilicher Sofort- und Zeitlagen, sowohl im täglichen Dienst als auch aus besonderen Anlässen. Kern des polizeilichen Einsatzmanagements ist der Planungs- und Entscheidungsprozess, bei dessen Behandlung in der Lehre vielfältige interdisziplinäre Sichtweisen einfließen und zudem technische, politische und ökonomische Aspekte Berücksichtigung finden.

Im Themenbereich IUK sollen die Studierenden die der Polizei Rheinland-Pfalz zur Verfügung stehenden EDV-gestützten Informations-, Recherche-, Auswertungs- und Dokumentationssysteme beherrschen und grundlegende Ermittlungen in Datennetzwerken durchführen können. Dazu zählt u.a. auch die Fähigkeit, grundlegende Ermittlungen zur Aufklärung von Internetstraftaten durchführen zu können.

Themenschwerpunkte im Bereich der Fortbildung sind neben der Bewältigung neuer Herausforderungen  im Demonstrations- und Veranstaltungsgeschehen aktuell auch die sich aus der veränderten Sicherheitslage ergebenden Konsequenzen für das taktische Vorgehen der Polizei bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen.

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Telefon 06543 985-256 (direkt) oder -221 und -229 (Studienbüro)
Mail: HdP.EL-IuK(at)polizei.rlp.de

 

 

VII Kriminalwissenschaften

Das Fachgebiet VII umfasst die Studienfächer Kriminalistik (KR), Kriminaltechnik (KT) sowie Kriminologie (KL) und vertritt sie in Studium, Fortbildung und Forschung.

Die Kriminalistik beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Frage wie Kriminalität verhindert bzw. bekämpft werden kann. Dabei spielen insbesondere organisatorische, personelle, rechtliche, strategische und taktische Gesichtspunkte eine Rolle. Die Kriminaltechnik beschäftigt sich mit dem Auffinden und der Sicherung von materiellen Spuren (zum Beispiel Fingerabdrücke und DNA-Spuren) und deren gerichtsfesten Auswertung. Da die Kriminaltechnik die wichtigste Teildisziplin der Kriminalistik darstellt, ist sie in einem eigenen Studienfach organisiert.

Die Kriminologie geht schwerpunktmäßig der Frage nach, warum eine bestimmte Straftat begangen und weshalb jemand zum Täter wurde. Auch Themen der Prävention spielen in der Kriminologie eine wichtige Rolle.

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Telefon 06543 985-245 (direkt) oder -221 und -229 (Studienbüro)
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VIII Sozialwissenschaften und Fremdsprachen

Das Fachgebiet VIII umfasst die Studienfächer Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Ethik, Lehre von Führung und Zusammenarbeit sowie die Fremdsprachen Englisch und Französisch.

In der Psychologie steht schwerpunktmäßig der richtige Umgang mit polizeilichen Aufgaben und schwierigen Lagen, wie zum Beispiel wahrnehmungs- und motivationspsychologische Grundlagen, Techniken der Befragung, Krisenkommunikation und Umgang mit Stress. Weitere Themen sind Fälle schwerer Gewaltkriminalität und der Umgang mit belastenden Situationen.

Die Soziologie liefert das nötige Hintergrundwissen für effizientes und effektives polizeiliches Handeln einer bürgernahen Polizei, indem sie Grundlagen vermittelt, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen, zum Beispiel Normen, Rollen und Sozialstrukturen, menschliches Verhalten beeinflussen, wobei Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte für unterschiedliche Kulturen, Milieus und soziale Gruppe sensibilisiert werden.

Im Fach Pädagogik wird den Studierenden vermittelt, wie man besser und effizienter lernen kann, grundlegend wissenschaftlich arbeitet und recherchiert, präsentiert und referiert sowie die work-life-Balance erhält.
In der Berufsethik setzen sich die Studierenden mit ihren eigenen und die in der Gesellschaft gelebten Wertvorstellungen unter Berücksichtigung unserer Verfassung auseinander und prüfen die Kompatibilität mit den Anforderungen des Berufes und dem Berufseid.

Lehre von Führung und Zusammenarbeit behandelt den kooperativen Umgang zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Vorgesetzten in einer hierarchischen Organisation wie der Polizei.

Ziel des Englischunterrichtes ist es, dass die Studierenden ihre vorhandenen Englischkenntnisse erhalten können und um polizeispezifische Ausdrücke und Redewendungen erweitern.

Das Fach Französisch ist ein freiwilliges Angebot für Studierende mit soliden Französischkenntnissen, die ihre Kenntnisse um polizeitypische Wörter und Redewendungen ergänzen möchten.

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IX Cybercrime und Digitale Ermittlungen

Die Nutzung moderner Kommunikationsmittel als insbesondere auch die omnipräsente und permanente Vernetzung mit dem Internet und der damit einhergehende ständige Zugang zu digitalen Informationen gehören inzwischen ganz selbstverständlich zum Alltag.

Auch aus polizeilicher Sicht hat die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche unserer Gesellschaft bedeutende Veränderungen mit sich gebracht:
Die Entstehung neuer Kriminalitätsphänomene als auch die Transformation klassischer Kriminalitätsfelder in den Cyberraum stellen neue Risiken dar, begründen aber zugleich auch neue Ermittlungsansätze: In der virtuellen Welt sind digitale Spuren  kaum vermeidbar.

Das zum 01.01.2018 gegründete Fachgebiet IX – Cybercrime und Digitale Ermittlungen bündelt rechtliche, technische und taktische Expertise auf dem Gebiet der digitalen Ermittlungen.
In der polizeilichen Aus- und Fortbildung werden technische Grundlagen gelegt, derer es bedarf, um neue Phänomene zu erkennen und rechtlich sicher einzuordnen. Darüber hinaus werden zielgruppenorientiert Ermittlungsmöglichkeiten aufgezeigt, rechtlich und technisch erläutert und schließlich auch trainiert.

Ziel ist eine cyberfähige Polizei Rheinland-Pfalz!

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