Bewerber bitte folgen © Polizei RLP

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Allgemeine Voraussetzungen

Schulbildung

Du kannst Dich für den Bildungsgang "Staatlich geprüfte Assistentin / Staatlich geprüfter Assistent für Polizeidienst und Verwaltung" bewerben, wenn Du über einen qualifizierten Sekundarabschluss I (Mittlere Reife oder vergleichbarer Abschluss) verfügst bzw. unmittelbar vor diesem Abschluss stehst und dein Notendurchschnitt 3,0 oder besser beträgt.

Staatsangehörigkeit

Sofern Du nicht einem Mitgliedstaat der EU angehörst, benötigst Du einen unbefristeten Aufenthaltstitel.
Grundvoraussetzung für ein Studium an unserer Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz ist, dass alle Bewerberinnen und Bewerber, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen.

Interessierte mit Migrationshintergrund

Migrantinnen und Migranten machen in Deutschland und damit auch in Rheinland-Pfalz einen hohen Bevölkerungsanteil aus. Fast jeder fünfte Einwohner und jedes dritte Kind unter sechs Jahren stammen aus einer Zuwandererfamilie. Die Polizei Rheinland-Pfalz möchte das Potenzial dieser Bürgerinnen und Bürger im Interesse der öffentlichen Sicherheit nutzen.

Sprachkenntnisse und insbesondere das interkulturelle Wissen der hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund sind für die Polizei von hohem Stellenwert. Um den Bedürfnissen unserer vielfältigen Gesellschaft besser gerecht werden zu können, sind wir sehr an der Gewinnung von Migranten für den Polizeiberuf interessiert.

Die Polizei Rheinland-Pfalz möchte daher mehr Menschen mit Migrationshintergrund einstellen. Eine Einstellung ist auch ohne deutsche Staatsangehörigkeit möglich, zum Beispiel als Bürger eines EU-Landes oder eines "Nicht-EU-Landes" mit unbefristeter Niederlassungserlaubnis.

Eine Elterninformation in verschiedenen Sprachen findest du unter Downloadbereich auf der rechten Seite.

Weitere Voraussetzungen
  • Am Tag des Beginns des Bildungsgangs darfst Du nicht älter als 24 Jahre sein. 

  • Die Mindestgröße beträgt 1,62 m und gilt gleichermaßen für Frauen und Männer
    (Ausnahmen können im Einzelfall unter Berücksichtigung der körperlichen Gesamtkonstitution der Bewerberin oder des Bewerbers zugelassen werden).

  • Im Rahmen einer Untersuchung durch den Ärztlichen Dienst der Polizei wird festgestellt, ob Du den gesundheitlichen Anforderungen des Polizeidienstes genügst. Hierfür bringe bitte den von Deinem Hausarzt ausgefüllten "hausärztlichen Befundbericht" und den von Dir auszufüllenden "Anamnesebogen Auswahluntersuchung" zum zweiten Tag (Tag B) des Auswahlverfahrens zum Polizeiärztlichen Dienst mit. Vordrucke findest Du findest Du rechts im Downloadbereich.

  • Wenn Du vorbestraft bist, kannst Du nicht in den Polizeidienst eingestellt werden.

  • Eine Einstellung ist auch nicht möglich, solange ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen Dich anhängig ist oder die Bewertung früherer Ermittlungs- und Strafverfahren Deine charakterliche Eignung verneint.

  • Ausnahmen können zugelassen werden, wenn Du bei einer Gesamtwürdigung Deiner Persönlichkeit sowie der Tat und ihrer Umstände  für den Polizeidienst als geeignet erscheinst.

  • Wir erwarten von Dir die Bereitschaft, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung des Landes Rheinland-Pfalz einzutreten.
Besondere Hinweise
  • Tätowierungen, die von der Dienstbekleidung (Kurzarmhemd) bedeckt sind, bleiben unbeanstandet, soweit sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen, das Ehr- oder Schamgefühl anderer verletzen, durch Art und Größe besondere Aufmerksamkeit auf sich lenken.

  • Aufgrund der besonderen Anforderungen für den Polizeidienst musst Du jederzeit mit einem Drogenscreening rechnen. Dein Einverständnis zur Durchführung dieses Tests wirst Du zu gegebener Zeit erklären müssen.

  • Falls Du bereits bei der Polizei Rheinland-Pfalz oder in einem anderen Bundesland an einer polizeiärztlichen Gesundheitsprüfung teilgenommen hast,  trage das bitte in Schritt 4 der Onlinebewerbung unter der Rubrik "Polizeiärztliche Untersuchungen" ein.


  • Brustimplantate sind unter gewissen Voraussetzungen zulässig. Sie müssen insbesondere der neuen Generation angehören und folglich verletzungsunanfällig (schnittfest usw.) sein. Nähere Informationen erhältst Du beim Polizeiärztlichen Dienst in Mainz. (dienstags und donnerstags Tel.: 06131 / 65-5601)

Bewerbungsverfahren Bildungsgang "Polizeidienst und Verwaltung"

Bewerbungszeitraum

Die Bewerbungsbögen werden jeweils ab 01. November des Vorjahres auf unserer Internet-Seite zum Download zur Verfügung gestellt. Vorher eingereichte Bewerbungen werden nicht angenommen.

Die Bewerbungsfrist endet am 01. März.

Zu diesem Zeitpunkt müssen der Berufsbildenden Schule die vollständigen Bewerbungsunterlagen vorliegen.
Bewerbungen, die nach Bewerbungsschluss eingehen, können leider nicht berücksichtigt werden. Die eingereichten Unterlagen werden in diesem Fall nicht zurückgesandt.

Pro Ausbildungsjahr kannst Du dich nur bei einer der drei Schulen bewerben.

Folgende Unterlagen sind der Bewerbung beizufügen:

Für die Bewerbung sind jeweils ein Anmeldebogen der Berufsbildenden Schule und ein Bewerbungsbogen/Personalbogen der Polizei auszufüllen.

Beide Formulare sind bei der entsprechenden Berufsbildenden Schule einzureichen.

1. Bewerbungsbogen für die Polizei (jeweils unbeglaubigte Kopien):

  • Geburts-/Abstammungsurkunde

  • bei Nicht- EU- Bürgerinnen/bürgern ist eine unbefristete  Niederlassungserlaubnis für die BRD beizufügen

  • Zeugnis des qualifizierten Sekundarabschlusses I bzw. letztes Halbjahreszeugnis

2. Anmeldebogen der Berufsbildenden Schule:

  • Zeugnis des qualifizierten Sekundarabschlusses I bzw. letztes Halbjahreszeugnis (beglaubigte Kopie)

Wenn Du Deinen Bildungsabschluss im Ausland erworben hast, lasse diesen bitte anerkennen und lege die Anerkennung mit der Bewerbung vor. Einen entsprechenden Vordruck findest Du rechts im Downloadbereich.

Die Bewerbungsunterlagen findest Du rechts im Downloadbereich.

Auswahlverfahren

Wenn Du die schulischen und beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllst, wirst Du zum Auswahlverfahren eingeladen.

Der Eignungstest dauert einen Tag und besteht aus folgenden Bestandteilen:

Schriftlicher Test

Bei diesem Test, der am Computer durchgeführt wird, geht es um die Feststellung deiner Befähigung zu Studium und Beruf. Er beinhaltet

  • Intelligenztest

  • Konzentrationstest

  • Diktat

Das Diktat besteht aus ca. 150 Wörtern. Es werden Rechtschreibung und Zeichensetzung gewertet. Es wird diktiert und von Dir am Computer geschrieben.

Es gelten keine Ausnahmeregelungen für Bewerberinnen und Bewerber mit einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS).

Mit dem Konzentrationstest wollen wir feststellen, wie gut Du Dich auf eine Aufgabe konzentrieren kannst.

Der Intelligenztest unterteilt sich in die Bereiche 
 

  • Zwei Testbausteine zum numerischen logischen Schlussfolgern:

    - Zahlenreihen

    - Rechenaufgaben

  • Ein Testbaustein zum figuralen logischen Schlussfolgern:

    - Figurenkombinationen

  • Ein Testbaustein zur Merkfähigkeit
Sport

Wenn Du den Haftungsverzicht zur Teilnahme an der Sportprüfung ausgefüllt und unterschrieben abgegeben hast, werden deine koordinativen Fähigkeiten, deine Kraft sowie deine Ausdauer überprüft.

Überprüfung der Kraft:

Zur Überprüfung deiner Kraft wird ein sogenannter "Klimmzughang" durchgeführt. Hierzu ziehst Du Dich an einer Klimmzugstange entweder selbständig in die Halteposition oder Du nimmst die Halteposition über ein Podest ein.

Überprüfung deiner koordinativen Fähigkeiten:

Die koordinativen Fähigkeiten überprüfen wir mit dem sogenannten "Kasten-Bumerang-Test."

Bei diesem Test handelt es sich um eine Prüfung der Geschicklichkeit sowie der Orientierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit. Da dieser Parcours auf Zeit absolviert werden muss, werden die soeben genannten Fähig- und Fertigkeiten unter körperlicher (Ausdauer-)Belastung abgerufen, was den Test besonders erschwert. Denn die Bewertung geschieht über das zeitliche Ergebnis. Dieser Test dient dazu, verschiedene Leistungsanforderungen in Kombination zu überprüfen und stellt somit selbst trainierte Sportler vor eine große Aufgabe.

Überprüfung der Ausdauerkomponente:

Deine Ausdauer testen wir mit dem "Cooper-Lauf-Test."
Beim Cooper-Lauf-Test läufst Du in einer Zeit von 12 Minuten eine möglichst weite Strecke. Gemessen wird die innerhalb der Zeit zurückgelegte Strecke in Metern. 

Der Cooper-Lauf-Test wird im Freien durchgeführt.

Die Dokumente Testbeschreibung Einstellungstest Sport und Mindestleistungen findest Du hier...

Ein Video zum Sporttest findest Du hier...

  • Einzelgespräch
    Das Auswahlverfahren endet  mit einem Einzelgespräch. Du kannst in einem etwa 45 Minuten dauernden Gespräch dem Prüfungsgremium ein kurzes, aber klares Bild Deiner Persönlichkeit zeichnen. Neben den biographischen Fragen wird auch von Dir erwartet, dass Du Dich mit deinem zukünftigen Beruf intensiv auseinander gesetzt hast. Außerdem erörtern wir mit Dir deine Interessen und gehen auf allgemeine Themen und Wissensbereiche ein. Während des Einzelgesprächs wirst Du u. a. die Gelegenheit haben, deine Motivation und deine Vorstellung vom Polizeiberuf zu verdeutlichen.

    Das Ergebnis dieser Tests und Deine Zeugnisnote sind entscheidend für die Zulassung zu dieser Ausbildung.

Medizinische Untersuchung

Mit der Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit wollen wir überprüfen, ob Du den gesundheitlichen Anforderungen des Polizeidienstes genügst. Hierfür bringe bitte den von Deinem Hausarzt ausgefüllten "hausärztlichen Befundbericht" und den von Dir auszufüllenden "Anamnesebogen Auswahluntersuchung" zum zweiten Tag (Tag B) des Auswahlverfahrens zum Polizeiärztlichen Dienst mit. Die notwendigen Unterlagen findest Du hier...

Am zweiten Testtag überprüft der polizeiärztliche Dienst, ob Du den gesundheitlichen Anforderungen des Polizeidienstes genügst. Unter anderem werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Hörtest

  • Lungenfunktionstest

  • Sehtest

  • Urintest

  • Belastungs-EKG

Medizinische Anfragen richtest Du an: bpd.aed.auswahluntersuchung(at)polizei.rlp.de oder telefonisch an Tel.: 0 61 31 / 65-5601!

Schulischer Bildungsgang

Beginn

Der Bildungsgang an der Höheren Berufsfachschule "Polizeidienst und Verwaltung" beginnt jährlich nach den rheinland-pfälzischen Sommerferien zum Anfang des neuen Schuljahres.

Zu Beginn erhälst Du eine vorläufige Einstellungszusage, die Dich nach erfolgreichem Abschluss der Fachhochschule dazu berechtigt, an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz studieren zu können, wenn

  • der Notendurchschnitt Deiner Fachhochschulreife mindestens 3,2 oder besser beträgt

  • und kein Straf- oder Ermittlungsverfahren gegen Dich anhänglich ist.

In besonderen Fällen kann die vorläufige Einstellungszusage wieder entzogen werden.

Dauer

Es handelt sich um eine zweijährige vollschulische Ausbildung, an die sich noch ein dreimonatiges Praktikum anschließt, welches zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife erforderlich ist.

Schulische Inhalte

Wie Du der nachfolgenden stehenden Stundentafel entnehmen kannst, wird im Rahmen der Ausbildung Berufsbezogener Unterricht in verschiedenen Lernbereichen (LB) erteilt. Darüber hinaus wirst Du in einigen allgemeinbildenden Fächern unterrichtet. Es gibt Kernfächer (K) und Grundfächer (G).

Stundentafel

Eine genaue Auflistung des berufsbezogenen und schulischen Unterrichts findest Du hier...

Praktika

Um die volle Fachhochschulreife (mit Studienberechtigung) zu erwerben, müssen neben dem theoretischen Teil der Ausbildung Praktika abgeleistet werden - insgesamt sechs Monate.

Prüfungen
  • Projektarbeit in Zusammenarbeit von Berufsbildender Schule und Polizeipräsidium + Präsentation + Kolloquium
  • Schriftliche und mündliche Prüfung im Fach Berufsbezogener Unterricht und einem zweiten Fach
  • Fachhochschulreifeprüfung in Mathematik, Deutsch und Englisch
Abschluss

Die Zulassung zum Studium erfolgt nach bestandener Prüfung zum "Staatlich geprüften Assistenten / zur Staatlich geprüften Assistentin für Polizeidienst und Verwaltung" sowie nach erfolgreichem Abschluss der Fachhochschulreife, wenn

  • der Notendurchschnitt Deiner Fachhochschulreife mindestens 3,2 oder besser beträgt

  • und kein Straf- oder Ermittlungsverfahren gegen Dich anhänglich ist.

 

Hinweise:
  • Bis zu einer möglichen Einstellung musst Du eine Bescheinigung über das "Deutsche Sportabzeichen in Bronze", am Tag der Einstellung nicht älter als ein Jahr, vorlegen.

  • Wenn Du noch nicht über eine Fahrerlaubnis der Klasse B (früher Klasse 3) verfügst, musst Du diese bis zum Einstellungstermin erwerben. Eine Fahrerlaubnis der Klasse B auf Dauerschaltgetriebe (Automatik) ist nicht ausreichend.

  • Der Schulabschluss ist in beglaubigter Form bis zum Einstellungstermin vorzulegen. 

  • Vorlage des Nachweises einer "Erste-Hilfe-Ausbildung" im Umfang von 9 UE. Der Nachweis darf nicht älter als ein Kalenderjahr sein. Ein Nachweis über die Ausbildung zum Rettungssanitäter,  Rettungsassistent oder Notfallsanitäter steht dieser Ausbildung gleich.

 

Ort der Einstellung:

Die Einstellung erfolgt zentral bei der Landespolizeischule am Standort Hahn-Flughafen.

 

Ernennung:

Am Tag der Einstellung wirst Du unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zur Polizeikommissar-Anwärterin / zum Polizeikommissar-Anwärter ernannt. Gleichzeitig wirst Du zum Bachelor-Studium an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz zugelassen.

Ludwigshafen

Berufsbildende Schule Wirtschaft II
Bismarckstraße 39
67059 Ludwigshafen
Tel.: 0621 504-400910
www.bbsw2-lu.de

Bad Kreuznach

Berufsbildende Schule Wirtschaft
Rheingrafenstraße 20
55543 Bad Kreuznach
Tel.: 0671 7949730
www.bbswkh.de

Lahnstein

Berufsbildende Schule Lahnstein
Schulstraße 2 - 4
56112 Lahnstein
Tel.: 02621 9423-0
www.bbs-lahnstein.de