Forensics Crime Scene Detective

Im Spiel hast du ausprobiert, wie forensische Ermittlungen funktionieren. Bei der Polizei kannst du daraus einen echten Job machen. Ob Kriminalpolizei, IT & Cybercrime oder forensische Spezialbereiche – hier arbeitest du im Team, nutzt moderne Technik und übernimmst Verantwortung.
Finde heraus, welche Wege es gibt und wie du Teil der Polizei werden kannst.

Die Kripo ist da, wenn es ernst wird: Sie klärt Straftaten auf, sichert Spuren und findet Täter.
Ob Cybercrime, Betrug, Raub oder Gewaltverbrechen – Spezialteams arbeiten mit moderner Technik und klarem Kopf, um die Wahrheit herauszufinden und für Sicherheit und Gerechtigkeit zu sorgen.

Cybercrime hat Gegner – und sie tragen Blau. Verbrechen wird digital und du wirst Ermittler. Hacker, Darknet, digitale Spuren: Als IT-Kriminalist in Rheinland-Pfalz jagst du Verbrecher dort, wo andere nur Nullen und Einsen sehen. Bereit, Cybercrime nicht nur zu lesen, sondern zu stoppen? Entdecke einen Job, der Köpfchen, Technik und Gerechtigkeit verbindet. Neugierig, wie man Verbrecher mit Code überführt?

Forensik bei der Polizei ist Teamarbeit. Neben Ermittlerinnen und Ermittlern arbeiten hier auch Biologinnen, Chemiker, Physiker, IT-Spezialisten oder Polizeifotografen. Sie untersuchen Spuren, dokumentieren Tatorte, analysieren Materialien und liefern fachliche Gutachten. Auch diese Berufe leisten einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung von Straftaten.
Vom Spiel zur echten Ermittlungsarbeit
Im Forensik-Game lernst du zentrale Methoden kriminalistischer Arbeit kennen. Die dargestellten Vorgehensweisen basieren auf realen forensischen Arbeitsfeldern der Polizei. In der Realität arbeiten spezialisierte Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um Spuren auszuwerten, Zusammenhänge zu erkennen und Ermittlungen zu unterstützen. Das Game gibt dir einen ersten Einblick in diese vielfältige und spannende Berufswelt.

Die Vorgehensweisen des Games

Die Ballistik ist die Lehre von geworfenen oder geschossenen Körpern und bildet zusammen mit der Munitionsvergleichsuntersuchung eine klassische Form der forensischen Tatortarbeit, wenn bei Straftaten Schusswaffen verwendet wurden. Durch die Untersuchung von Projektilen und Patronenhülsen können Rückschlüsse auf mögliche Tatwaffen gezogen werden. Im Zusammenspiel mit der ballistischen Untersuchung und der Berechnung von Flugbahnen wird eine Tatrekonstruktion ermöglicht.
Ein Tatort wird hierfür von Forensikern vermessen und vermeintliche Schussbeschädigungen werden dokumentiert. Des Weiteren werden Projektile und Hülsen gesichert. Bei einer anschließenden Munitionsvergleichsuntersuchung der Spurenträger (Projektil, Hülse) im Labor werden mögliche Zusammenhänge aufgedeckt und mit den Erkenntnissen zur Flugbahn (Ballistik) zur Rekonstruktion des Tathergangs herangezogen.

Die Daktyloskopie spielt in der Tatortarbeit eine zentrale Rolle, da sie zur Identifizierung oder zum Ausschluss potentieller Spurenverursacher anhand ihrer Finger-, Hand- oder Fußabdrücke genutzt wird.
Diese Abdrücke eignen sich sehr gut als Beweismittel, da sie bei jedem Menschen einzigartig (einmalig) ausgeprägt und natürlich unveränderlich sind.
Aus diesem Grund suchen Kriminaltechniker bei einer Tatortaufnahme auf unterschiedlichsten Untergründen (z.B. Glas, Metall, Kunststoff, Papier usw.) gezielt nach sichtbaren oder latenten (unsichtbaren) daktyloskopischen Abdrücken. Sie werden mit verschiedenen Methoden wie z.B. forensischen Lichtquellen, speziellen Pulvern oder chemischen Reagenzien am Tatort oder im Labor sichtbar gemacht und anschließend fotografisch oder mithilfe besonderer Sicherungsfolien gesichert.
So gesicherte und digitalisierte Abdrücke werden regelmäßig durch automatisierte Fingerabdruck-Identifizierungssysteme und abschließend von besonders ausgebildeten Spezialisten im Rahmen eines definierten Entscheidungsfindungsmodells mit vorhandenen Datensätzen abgeglichen.
Stimmen der Verlauf und charakteristische Merkmale – sogenannte Minutien (beginnende oder endende Linien im Papillarlinienverlauf) – einer Spur in Form und Lage mit dem vorhandenen Vergleichsmaterial einer Person überein, kann eine Person mit einer Tat ggf. in Verbindung gebracht und als Spurenverursacher identifiziert werden.

Die DNA-Analyse stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der forensischen Spurensicherung dar. DNA (Desoxyribonukleinsäure) befindet sich in fast allen menschlichen Zellen und ist für jede Person einzigartig. Am Tatort kann DNA zum Beispiel in Blut, Speichel, Haaren mit Haarwurzel oder Hautzellen gefunden werden. Diese Proben werden im Labor untersucht, wo ein sogenanntes DNA-Profil erstellt wird. Dieses Profil kann anschließend mit Datenbanken oder mit Proben von Verdächtigen verglichen werden. Stimmen die Profile überein, kann eine Person mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Spur in Verbindung gebracht werden.

Die IT-Forensik spielt in der modernen Tatortarbeit der Polizei eine immer wichtigere Rolle, weil viele Straftaten heute digitale Spuren hinterlassen.
Am „digitalen Tatort“ untersuchen Spezialisten Geräte wie Computer, Smartphones, Tablets, USB-Sticks oder Server. Dabei achten sie darauf, die Daten forensisch korrekt zu sichern, damit sie vor Gericht als Beweis verwendet werden können. Häufig wird zunächst eine exakte Kopie eines Datenträgers erstellt (forensisches Image), damit das Original nicht verändert wird.
Gerade bei Betrug, Cyberkriminalität oder auch bei klassischen Straftaten liefern digitale Geräte oft entscheidende Beweise und helfen der Polizei, Zusammenhänge zwischen Personen, Orten und Zeitpunkten zu erkennen.

Die Tatortarbeit der Kriminalpolizei umfasst sämtliche Maßnahmen, die unmittelbar nach dem Auffinden eines möglichen Tatorts zur Sicherung von Spuren und zur Gewinnung von Beweismitteln durchgeführt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die umfassende fotografische Dokumentation, die häufig den ersten Schritt der Spurensicherung darstellt. Ziel der Tatortarbeit ist es, den Tathergang möglichst präzise zu rekonstruieren, um im weiteren Verlauf der Ermittlungen Tatverdächtige identifizieren, Beweismittel zuordnen und Aussagen überprüfen zu können. Dabei sind ein strukturiertes, methodisches Vorgehen sowie eine enge Zusammenarbeit im Team entscheidend. Da Fehler bei der Spurensicherung den späteren Ermittlungserfolg erheblich beeinträchtigen können, erfordert die Tatortarbeit ein besonders hohes Maß an Sorgfalt, Genauigkeit und Professionalität.
